Warum gibt es Geld?

Vom Tauschobjekt zum Wohlstandsattribut

© Maren Herold
© Maren Herold

Die Idee

Vor tausenden von Jahren waren die Menschen vor allem Jäger und Sammler. Einfache Gebrauchsgegenstände  wurden  dann gegen andere eingetauscht, die einen entsprechenden Gegenwert hatten. Doch der Wert war je nach Region sehr variabel, außerdem musste man erst einen geeignten Tauschpartner finden, der Interesse an dem angebotenen Gegenstand hat und auch einen für den Anbieter nützlichen Tauschgegenstand dafür anbietet. 

Deshalb entwickelte sich eine Art von indirektem Tausch, bei dem Gegenstände als Tauschmittel eingesetzt wurden, die nützlich für jeden waren, zum Beispiel Felle oder Salz. Diese Gegenstände waren jedoch oft nur begrenzt haltbar und konnten nur schwer transportiert werden.

 

Folglich wurden wertvolle Metall wie Kupfer oder Messing als Zahlungsmittel eingeführt, diese wurden in Form von  Ringen oder Stäben eingetauscht. Je schwerer das Metallteil, desto wertvoller war es. Deshalb wurden die Metalle gewogen, was den Nachteil brachte, dass überall eine Waage vorhanden sein musste.

 

Aus diesem Tausch mit Metallteilen entstand schließlich der Handel mit geprägten Münzen. Zum ersten Mal war das Zahlen einfach, die Münzen waren klein, leicht, einfach teilbar, haltbar und werthaltig. Außerdem waren sie durch die Prägung sicher vor Fälschungen.

 

Im 17. Jahrhundert wurde schließlich das erste Papiergeld entwickelt. Zu Beginn konnte es sich kaum durchsetzen, da der materielle Gegenwert des Papieres sehr gering war. Aber diese Scheine konnten sehr einfach hergestellt werden und waren unabhängig von wertvollen Ressourcen.

Etwa zur gleichen Zeit entwickelte sich in großen Handelsstädten das Buchgeld. Geld wurde nicht mehr bar übergeben, sondern nur noch in den Kontobüchern der Banken festgehalten und verschoben.

 

Heute ist es für uns normal, mit Münzen und Scheinen zu bezahlen. Auch das über 90% des Geldes lediglich als Buchgeld vorhanden ist, erscheint uns nicht merkwürdig.  Geld dient als Recheneinheit, Wertaufbewahrungsmittel und vor allem Tausch- und Zahlungsmittel. Hierfür muss das Geld von allen akzeptiert werden, möglichst wertbeständig und gut teilbar sein. Gibt es zu viel Geld, verliert es an Wert.

 

Doch woher kommt das Vertrauen in das Geld? 

Welche Rahmenbedingungen und Regelungen versuchen Sicherheit zu garantieren? 

Und vor allem was passiert, wenn das elementare Vertrauen verloren geht? 

©Johanna Krappel

 

Ohne Moos nichts los.